Die Einführung der Marktwirtschaft im Osten Deutschlands ging und geht mit einem enormen Qualifizierungsbedarf einher. Völlig neue Berufsfelder und -gruppen wurden und werden gebraucht, andere verschwanden fast vollständig.

Aus der Vielzahl der nach der Wende entstandenen Bildungseinrichtungen konnten sich letztendlich die durchsetzen, die sich innovativ und qualitätsgerecht den Erfordernissen der neu entstandenen Märkte stellten.

Die BTH GmbH, als "Umschulungsfirma" entstanden, wendet sich schon seit längerer Zeit dem enormen Qualifizierungsbedarf in den vielen neu entstandenen kleinen und mittelständischen Unternehmen zu.

Als einheimische Bildungseinrichtung kann die BTH GmbH aber auch auf ein großes Engagement im sozialen Bereich verweisen. So verfügt sie seit 1992 über umfangreiche Erfahrungen in der Arbeit mit auf dem Arbeitsmarkt benachteiligten Zielgruppen.

Mit dem Jahre 1991 beginnend entwickelte sich eine fruchtbare Zusammenarbeit mit der Bundesanstalt für Arbeit in der Erwachsenenbildung bezüglich Fortbildung und Umschulung im gewerblich-technischen Bereich an beiden Unternehmensstandorten und im kaufmännischen Bereich am Standort Eisleben. Auf diese positiven Erfahrungen aufbauend begann die BTH GmbH im Jahre 1996 mit der überbetrieblichen Erstausbildung sowie berufsvorbereitenden Lehrgängen für benachteiligte Jugendliche.

Die Geschäftsführer der BTH Eisleben und Dr. Reinhardt Höppner.Bei einem Besuch des Mansfelder Landes im Mai 1999 nutzte der damalige Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt, Dr. Reinhardt Höppner, die Gelegenheit, sich bei der BTH über die Wirksamkeit des Sofortprogrammes zum Abbau der Jugendarbeitslosigkeit und zum sachsen-anhaltinischen Landesprogramm Berufsfachschule in Kooperation mit der Wirtschaft zu informieren.

Ziel einer qualitativ hochwertigen Ausbildung war und ist in jedem Fall die Vermittlung der Teilnehmerinnen der Bildungsmaßnahmen in ein Arbeitsverhältnis auf dem ersten Arbeitsmarkt. Gerade in Maßnahmen gefördert mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF), die seit 1994 durchgeführt werden, mit den Zielgruppen Sozialhilfeempfänger und Behinderte konnte dies eindrucksvoll nachgewiesen werden. Mit der Ausgründung der HaPeGa GmbH Eisleben im Jahre 1994 entstand in diesem Förderbereich der erste sozialorientierte Erwerbsbetrieb des Landes Sachsen-Anhalt. Weiterbildungen insbesondere für das Elektrohandwerk entsprechend der Richtlinie Qualifizierung in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in den auftragsschwachen Wintermonaten wurden von den Betrieben als sehr erfolgreich eingeschätzt.

Nachdem bis 1998 die Ausbildung in angemieteten Räumen erfolgte wurde nach dem Erwerb des Alten Königlichen Lehrseminars ein historischer Bildungsstandort neu belebt und mit Liebe zum Detail saniert. Der Erwerb und der nachfolgende Ausbau der bis dato angemieteten Ausbildungsstätte Otto-Spielmann-Straße in Halberstadt brachte auch dort verbesserte Ausbildungsbedingungen. Schließlich wurde mit dem Neubau einer modernen, architektonisch gelungenen Ausbildungsstätte in der Steinkopfstraße ein neues Domizil für die Erstausbildung und berufsvorbereitenden Lehrgänge geschaffen.

Die BTH GmbH begann im Jahre 1999 mit der Einführung eines Qualitätsmanagementsystems nach DIN EN ISO 9001. Die Zertifizierungsurkunde konnte während der Feierstunde zum zehnjährigen Bestehen des Unternehmens im Jahre 2001 in Empfang genommen werden.

Zertifizierungsurkunde für Qualitätsmanagementsystem nach DIN EN ISO 9001.
Zertifizierungsurkunde für Qualitätsmanagementsystem nach DIN EN ISO 9001.